Baden-Württemberg wird als erstes Bundesland Mitglied im Verein buergerservice.org. Das gemeinsame Ziel: Akzeptanz und Nutzung von eID/EUDI-Wallet voranbringen.
Wie bei den meisten neuen Mitgliedern bei buergerservice.org hat auch die Mitgliedschaft des Landes Baden-Württemberg mit einer eID/EUDI-Wallet-Roadshow begonnen.
29.06.2026
Die Mitgliedschaft des Landes Baden-Württemberg im Verein buergerservice.org hatte am 23. Juni 2026 mit der eID/EUDI-Wallet Roadshow für Mitarbeitende in den Behörden des Landes (Schwerpunkt Bürgerämter) einen sehr erfolgreichen Auftakt erlebt. Alle 1.000 verfügbaren Plätze für die Online-Teilnahme waren ausgebucht. Deutlich über 80% der angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben an den Bildschirmen teilgenommen. Die Begrüßung und die Keynote von Chief Digital Officer der Landesregierung im Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Europa, Frau Ronja Kemmer, waren eine gelungene Einführung. Die Fragen während und nach der Veranstaltung haben gezeigt, dass die Inhalte auf reges Interesse gestoßen sind.
An dieser Stelle macht buergerservice.org Vorschläge, mit welchen Maßnahmen ein Bundesland gemeinsam mit dem Verein buergerservice.org den Vereinszweck, die Akzeptanz und Nutzung der Online-Ausweisfunktion (eID) mit den zugehörigen Diensten (z.B. EUDI-Wallet, BundID, i-Kfz, EWA uvm.) in der Gesellschaft zu steigern, praktizieren kann. Gerade auch die Einführung der EUDI-Wallet kann mit den Vorschlägen bestmöglich vorbereitet werden.
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eID/EUDI-Wallet- Roadshow mehrfach wiederholen.
Die Auftaktveranstaltung am 23. Juni hat in ca. der Hälfte der Bürgerämter im Land BaWü jeweils ein bis zwei Personen erreicht. Mehrfache Wiederholungen ermöglichen eine weitere Durchdringung von eID- und EUDI-Wallet -Wissen in den Bürgerämtern. Darüber hinaus kann die Veranstaltung in inhaltlich und zeitlich angepasster Form für weitere Zielgruppen angeboten werden. Aus Sicht buergerservice.org sind folgende Zielgruppen besonders wertvoll: Verwaltungsmitarbeitende mit Kontakten zu den Bürgerinnen und Bürgern, Politiker aller Ebenen (z.B. Landtagsabgeordnete, Bürgermeister usw), Hotspot-Akteure (Jobcenter, Autohäuser, Hochschulen/Universitäten), Lehrkräfte der 10. Jahrgangsstufen aller Schulen und Kursleiter im Bereich der Erste-Hilfe-Kurse.
eID/EUDI-Wallet -Werbung/Aufklärung für die Bevölkerung institutionalisieren
das passende Format hierzu muss noch gefunden werden (ein Beispiel aus den 1970er Jahren bis 2005: Fernsehsendung der 7. Sinn). Als ein sehr gutes Hilfsmittel erscheinen QR-Codes an geeigneten Lokationen (Beispiele s.: Einfach mit eID )
Vorgehensmodell Flotte PIN in möglichst vielen Bürgerämtern anbieten
Dort, wo die Mitarbeitenden in den Bürgerämtern mit Hilfe der Roadshow informiert sind, kann man das Vorgehensmodell Flotte PIN vorschlagen. Das Vorgehensmodell meint konkret: Gelegenheiten bieten und nutzen, um vorausschauend oder situationsgetrieben schnell eine PIN für die Online-Ausweisfunktion (eID) zu setzen. Damit kann die Verfügbarkeit einer eID-PIN in der Bevölkerung gerade im Vorfeld der EUDI-Wallet massiv gesteigert werden (ein nicht unbedeutender Nebeneffekt: die Kosten für viele PIN-Rücksetzbriefe werden beim Bund vermieden). buergerservice.org sieht zur Flotten PIN drei mögliche Varianten:
Flotte PIN als Zugabe
Ist eine Kundin oder ein Kunde im Amt kann man aktiv die Frage stellen: “Wissen Sie, wo Sie den PIN-Brief zu Ihrem ePerso abgeheftet haben?” Wird hier mit nein geantwortet, kann man den Kundenservice Flotte Pin (PIN neu setzen, Zeitdauer ca. eine Minute) anbieten.
Flotte PIN im Vorbeigehen
Die Kommune bietet an, dass man am Informationsschalter im Eingangsbereich, quasi ”im Vorbeigehen” und ohne eine vorherige Terminvereinbarung, seine PIN setzen kann.
Flotte PIN geht auf Dienstreise
Bei diesem Modell wird ein Bürgerkoffer oder ein Flotte PIN-Koffer genutzt, um das Neusetzen einer PIN für die Bürgerinnen und Bürger auch außerhalb des Rathauses anbieten zu können.
Verwaltungsassistenz anbieten
An Bürgerterminals können Bürgerinnen und Bürger die digitalen Verwaltungsvorgänge unter einer vertrauensvollen Betreuung (remote oder vor Ort) kennenlernen und nutzen. Die meisten Menschen werden nach einer ersten Nutzererfahrung des Selfservice am Terminal den Dienst zukünftig eigenständig an Terminals oder zu Hause oder am Smartphone nutzen. Dauerhaft Hilfebedürftige werden durch dieses Angebot auch bei “digital only” nicht allein gelassen. Eine mobile Tischversion zu einem Bürgerterminal mit Transportkarton können die Vereinsmitglieder von buergerservice.org für die Dauer der Mitgliedschaft ausleihen.
Vertreterinnen und Vertreter aus der öffentlichen Verwaltung können unsere Arbeit und unsere Angebote für Mitglieder im Umfeld der Behörden am 9. Juli bei unserem Mitglied Deutschen Telekom in München kennenlernen. Der Link zur Anmeldeseite lautet:
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